Päckchen aus Hohenburg bescheren Kindern in Südosteuropa schöne Weihnachten

Jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit werden von Einrichtungen und Privatleuten liebevoll verpackte Päckchen für die „Aktion Pomoc“ gespendet. Aber wer und was ist „Aktion Pomoć“? Seit 1994 engagieren sich verschiedene junge und junggebliebene Leute aus Bayern ehrenamtlich für Kinder und Familien in Südosteuropa, vor allem in Bosnien-Herzegowina. „Pomoć“ ist kroatisch/bosnisch/serbisch und bedeutet soviel wie „Hilfe“. Auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft will Aktion Pomoc Notlagen lindern, Wertschätzung zeigen und Perspektiven geben. Weiterhin will das Bündnis dazu beitragen, dass diese bedürftigen Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben in ihrer Heimat führen können. Die alljährliche Weihnachtspakete-Aktion soll bewirken, dass zum anstehenden Weihnachtsfest auch den Kindern in Bosnien-Herzegowina eine große Freude bereitet wird. Die Kinder der Lauterachtal-Grundschule Hohenburg wollten hierzu ebenfalls ihren Beitrag leisten und haben deshalb viele Päckchen für die Kinder in Südosteuropa gepackt. Diese machen sich in den nächsten Tagen auf dem Weg um rechtzeitig zu Weihnachten die Herzen der Kinder in diesen ärmeren Regionen zu erfüllen. Rektorin Andrea Meier bedankte sich bei den Schülern und den Eltern für ihr soziales Engagement, dass die Schulfamilie Hohenburg schon viele Jahre unter Beweis stellt.

Pomoc 2019 Kopie

 

Bei Vollbremsung wird die Schultasche zum Geschoss

Die Marktgemeinde Hohenburg befördert viele ihrer Schulkinder mit dem Bus in die Schule. Bei 23 Ortsteilen ist dies ein Ding der Notwendigkeit. Umso wichtiger ist es deshalb für die Kinder, dass sie das richtige Verhalten im Bus und an den Haltestellen lernen. Deshalb ist dieses Thema auch in den Lehrplan des Heimat- und Sachunterrichts der Jahrgangsstufen 1 und 2 implementiert. Wer könnte hierzu die Schüler besser ausbilden als die Experten von der Polizei. Polizeihauptkommissar Harald Heselmann und Polizeihauptkommissar Horst Strehl übernahmen diese Aufgabe gerne. Unter ihrer fachkundlichen Leitung erarbeiteten die Kinder nicht nur theoretische Grundlagen, vielmehr hieß es „Learning by doing“! Sowohl das Anstellen an der Haltestelle, das Ein- und Aussteigen, als auch das Besetzen der Sitzplätze mit der richtigen Unterbringung der Schultasche wurde geübt. Heselmann und Strehl ermahnten die Kinder, schon auf dem Weg zur Haltestelle keinen Unsinn zu machen und möglichst Gehwege zu benutzen. An der Haltestelle gehörten die Schultaschen in entsprechendem Abstand zur Fahrbahn hintereinander auf dem Boden abgestellt. Drängeln oder gar Schubsen sei strengstens verboten. Das Einsteigen klappe ohne Drängeln wesentlich schneller. Die Schultaschen sollten dabei nicht auf den Rücken gepackt, sondern in die Hand genommen werden. Im Bus müssten die Plätze der Reihe nach von vorne nach hinten aufgefüllt werden. Wichtig sei auch das Anschnallen. Die Schultaschen gehörten zwischen die Beine auf den Boden. Die Polizisten zeigten auch, was passiert, wenn die Schultasche nicht richtig untergebracht ist. Bei einer Vollbremsung wurde diese wie ein Geschoss nach vorne geschleudert. Schnell wurde den Kindern klar, dass dies sehr gefährlich werden kann. Bei der Ankunft wird erst nach dem Anhalten des Busses aufgestanden. Natürlich darf auch beim Aussteigen nicht gedrängelt werden. Mit dem Überqueren der Straße muss in jedem Fall gewartet werden, bis der Bus nicht mehr zu sehen und zu hören ist. Dies ist wichtig, weil sich nicht alle Autofahrer an die Vorschrift halten, im Schritttempo an haltenden Bussen vorbeizufahren. Die Kinder zeigten sich während dieser lehrreichen Unterrichtseinheit „Bus-Schule“ sichtlich interessiert und einsichtig und ließen ihr Vorwissen stolz mit einfließen. Wie jedes Jahr stellte das Busunternehmen Lindner für den Praxisteil der Busschule kostenlos einen Bus zur Verfügung, wofür sich die Schule und die Polizisten herzlich bedankten.

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Lesen und Bewegung – das passt!

Der Bundesweite Vorlesetag ist das größte Vorlesefest Deutschlands: Über eine halbe Millionen Menschen haben im letzten Jahr teilgenommen und ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens gesetzt. Die Initiatoren DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung möchten Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken und laden in diesem Jahr bereits zum 16. Mal zum Aktionstag ein. Auch die Lauterachtal-Grundschule Hohenburg unterstützt diese einzigartige Initiative zur Stärkung der Vorlesekultur in Deutschland. Denn Vorlesen regt die Fantasie an, fördert die Sprach- und Leseentwicklung von Kindern und eröffnet damit Bildungschancen für eine erfolgreiche Zukunft. Das Motto für den diesjährigen Vorlesetag lautete „Sport und Bewegung“. Genau dies setzte die Schule um, indem sie sich Funktionäre des örtlichen Sportvereins, dem TUS Hohenburg, einlud. Bastian Michl, Trainer der ersten und zweiten Herrenmannschaft, übernahm die Lesepatenschaft und las den gespannten Schülern aus dem Buch „Die Kickerbande“ von Frauke Nahrgang. In diesem kurzweiligen Vortrag ging es um Sportsgeist und wie aus anfänglicher Rivalität ein gut funktionierendes Team wird und auf diese Weise dann auch erfolgreich ist. Bei dieser sehr begeisternden Geschichte hingen die Schüler Bastian Michl förmlich an den Lippen. Im Anschluss hatten der 1.Vorstand des TUS Hohenburg Christian Kiebel und Abteilungsleiter Klaus Schindler für die Kinder in der Turnhalle Bewegungsspiele und Geschicklichkeitsübungen vorbereitet. Voller Eifer und mit viel Freude beteiligten sich die Kinder an den Trainingsstationen. Rektorin Andrea Meier bedankte sich bei den drei TUS-Funktionären für ihr freiwilliges Engagement auf das Herzlichste und überreichte die Vorleser-Urkunde des Bundesweiten Vorlesetages.

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Eltern sorgen für Lesestoff

Lesen ist das Tor zur Welt. Um dieses Tor für ihre Schüler weit zu öffnen, setzt die Lauterachtal-Grundschule Hohenburg auf vielfältige Leseförderung. Aus diesem Grund wurde auch die Schülerbibliothek eingerichtet, die in den vergangenen Jahren vom Elternbeirat neu katalogisiert und sortiert wurde. Um die Auswahl an Büchern noch zu steigern wurden jetzt die Eltern um Bücherspenden gebeten. Dabei ging es nicht darum neue Bücher zu kaufen, sondern gebrauchte, bereits gelesene Bücher, für die daheim kein Interesse mehr besteht, an die Schule abzugeben. Viele Familien folgten diesem Aufruf und so kam eine stattliche Anzahl an zusätzlichem Lesestoff zusammen. Rektorin Andrea Meier freute sich gemeinsam mit der ganzen Schule über die hohe Spendenbereitschaft. Die neuen Bücher werden nun ebenfalls in das Bibliotheksverzeichnis mit aufgenommen und stehen den Kindern anschließend zur Ausleihe zur Verfügung.

Bücherspende Kopie

 

Von Anfang an dabei

Vor den Herbstferien gab es an der Lauterachtal-Grundschule Hohenburg noch Grund zum Feiern. Bürgermeister Florian Junkes war an die Schule gekommen, diesesmal nicht in seiner Funktion als Gemeindeoberhaupt, sondern als 1.Vorstand des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf. Zu diesem gehört nämlich auch die AG Schule deren Leiter, Manfred Klemm, sich leider aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen musste. Die AG Schule des ZEN hatte im Jahr 2013 das Projekt der Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach ausgerufen. In seiner Laudation betonte Junkes, dass die Grundschule Hohenburg von Anfang an dabei war und als einer der beiden Pilotschulen 2013 mit diesem Projekt startete. Von Beginn an standen Schulleitung und Lehrkräfte mit viel Engagement hinter der Energieschule. Dies zeigte sich immer wieder bei Energietagen oder -wochen oder bei beeindruckenden Schülerreferaten. Im Jahr 2016 verlieh dann schließlich Landrat Richard Reisinger der Grundschule Hohenburg als erster Schule das Zertifikat für die Erlangung des Titels Energieschule. Doch wer glaubte, dass es damit getan sei, täuschte sich. Für Schüler, Lehrkräfte und Schulleitung war es selbstverständlich, dass die bewusste Energiebildung an dieser Schule weiterbetrieben wurde. Diese Umwelt- und Energiebildung wurde an der Lauterachtal-Grundschule Hohenburg als Unterrichts- und Grundprinzip verinnerlicht, so Rektorin Andrea Meier. Für Energiebeauftragten Hubert Harrer gehört die Erziehung zu bewusstem und respektvollem Umgang mit Natur, Umwelt und Energie zum Schulleben und hat sich als Selbstverständlichkeit in den Hohenburger Schulalltag etabliert. ZEN-Vorstand Florian Junkes würde sich wünschen, dass diese Selbstverständlichkeit an jeder Schule im Landkreis an der Tagesordnung wäre. Mit Freude und Stolz überreichte er nun nach drei weiteren Jahren die Plakette der Energieschule 2019 an „seine“ Schule.

Verleihung Energieplakette 2019 Kopie

 

Was macht ein Bürgermeister so den ganzen Tag?

Der LehrplanPlus der Grundschulen in Bayern sieht im Fach Heimat- und Sachunterricht im Lernbereich „Demokratie und Gesellschaft“ die Unterrichtssequenz „Zusammenleben in Familie, Schule und Gemeinschaft“ vor. Hierzu gehört auch der Lernprozess „Gemeinde“. Die Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4 der Lauterachtal-Grundschule Hohenburg erarbeiteten im Unterricht die verschiedenen Aufgaben und Ämter einer Gemeinde. Weiterhin lernten sie bei ihrer HSU-Lehrerin Frau Elena Hohmann woher die Gemeinde ihr Geld bezieht und wie eine demokratische Willensbildung stattfindet. Um all dies aber auch im praktischen und realen Bereich kennenzulernen, besuchten die Kinder mit Frau Hohmann den Bürgermeister der Marktgemeinde Hohenburg, Herrn Florian Junkes, in seinem Rathaus. Der begrüßte seine Gäste sehr herzlich und führte sie zunächst in den Sitzungssaal, wo regelmäßig die Gemeinderatssitzungen stattfinden. Dort stand er den Schülern zu ihren vorbereiteten Fragen Rede und Antwort. Auf die Frage „Welche Aufgaben hat man als Bürgermeister?“ gab Junkes einen Einblick in sein tägliches Geschäft als Gemeindeoberhaupt. Auch die Vorgehensweise, wenn man gerne einen neuen Spielplatz hätte, machte Florian Junkes deutlich. Welche Gremien und Ämter sind in so einem Fall betroffen?  Daraufhin wollten die Kinder wissen wie viele und welche Ämter es im Rathaus gibt. Diese Frage beantwortete der Bürgermeister mit einem Rundgang durch dasselbige. Ob Einwohnermeldeamt, Standesamt, Bauamt und viele mehr, Junkes erlärte geduldig die einzelnen Aufgaben der verschiedenen Abteilungen. Die Schüler nutzten diese Informationen eifrig, um ihre vorab gestellten Beobachtungsaufträge zu erfüllen. Nach einem gemeinsamen Foto vor dem Hohenburger Rathaus und einem herzlichen Dankeschön an das Gemeindeoberhaupt verabschiedeten sich die 3.und 4.Klässler gemeinsam mit Frau Hohmann von „ihrem“ Bürgermeister und machten sich auf den Weg zurück in die Schule.

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Welcher Baum ist das?

Einen etwas anderen Unterrichtstag erlebten die Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4 der Lauterachtal-Grundschule Hohenburg. Gemeinsam mit ihrer Heimat- und Sachkundelehrerin Frau Hohmann wurden sie an der Schule von Förster Michael Bartl an der Schule abgeholt. Mit festem Schuhwerk und einer guten Brotzeit im Gepäck machten sie sich auf den Weg. Ziel war der Wald, denn den wollte Herr Bartl den Kindern gerne etwas näherbringen. Dieser erklärte den Kindern alles über die Hecke, die verschiedenen Baumarten und Blätter und auch die Pilze wurden erläutert. Nach einer angenehmen Pause mit Brotzeit und viel Sonne holte der Förster Felle von Fuchs, Wildschein und Marder aus seinem Rucksack. Diese durften die Kinder anfassen und genau betrachten. Auch Schädel eines Wildschweins und eines Rehs hatte er dabei. Im Anschluss spielte Michael Bartl mit den Schülern Wald-Memory. Blätter und Rinden mussten den verschiedenen Baumarten zugeordnet werden. Nach einem abschließenden Fledermausspiel ging es quer durch den Wald zurück zur Schule. An der Schule angekommen machte Frau Hohmann mit den Kindern noch ein kleines Interview mit dem Thema: Was erzählst du von diesem erlebnisreichen Tag daheim? Zum Schluss bedankten sich die Schüler Kinder und Frau Hohmann mit einer Dankeskarte bei Förster Michael Bart für einen lehrreichen und besonderen Schultag.

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Das digitale Klassenzimmer gibt es auch an unserer Schule

Mit dem Beginn dieses Schuljahres ist an der Lauterachtal- Grundschule in Hohenburg auch das digitale Klassenzimmer in Betrieb gegangen. „Mit der Zeit gehen“, nannten Rektorin Andrea Meier und Bürgermeister Florian Junkes die Entscheidung, das digitale Klassenzimmer einzuführen. Wie Projektleiter Hubert Harrer anmerkte, sind die Hohenburger mit diesem Projekt auf einem sehr guten Weg. „Bei uns an der Schule kann sowohl digital, als auch analog unterrichtet werden“. Dass Hubert Harrer auch manche Ferienstunde im digitalen Klassenzimmer verbracht hat, zahlt sich jetzt schon aus, sagte Schulleiterin Andrea Meier. „Da sind wir der Gemeinde auch dankbar, dass sie dieses Projekt so schnell umgesetzt hat“. Dazu waren auch umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich gewesen. Etwa ein Kilometer Datenleitungen wurden von der Firma Lindner Elektrotechnik verlegt. Die technische Ausstattung hat die Firma Arados übernommen. Das Kernstück im digitalen Klassenzimmer ist ein 86 Zoll Clever-Touch Bildschirm als neue digitale Schultafel. "Als Bürgermeister freue ich mich besonders, dass diese Baustelle so reibungslos gelaufen ist", sagte Florian Junkes. Für die Kinder ist es auch ein lernen für die Zukunft. „Die Kreide und die althergebrachte Schultafel werden zwar nicht aus dem Klassenzimmer verschwinden, dafür ist die Zeit noch nicht reif“, meinte Rektorin Andrea Meier. „Aber die Digitalisierung hält immer mehr Einzug in unser alltägliches Leben, davor darf sich die Schule nicht verschließen.“ Gut 30000 Euro hat der Markt Hohenburg für den Ausbau des digitalen Klassenzimmers bereitgestellt.

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Bericht und Bild: Paul Böhm